veganer Sauerbraten


 

Wir mussten nicht lange überlegen, welches Gericht wir dieses Jahr für die Festtage veganisieren möchten. Wenn wir an Weihnachten und das Festessen denken, dann kommt uns zu allererst Omas Sauerbraten in den Sinn. Da wir diesen schon lange nicht mehr essen (Sorry, Oma! Gern geschehen, Rinder dieser Welt!) aber wir den Geschmack der Soße sehr vermisst haben, war schnell klar, dass wir uns an dieses Rezept trauen wollen. Herausgekommen ist ein Gericht, das den Namen "veganer Festtags-Braten" wahrlich verdient hat! 


Für veganen Sauerbraten benötigst du:

Für den Seitan-Braten:

  • 250g Weizengluten (Seitan fix)
  • eine große Zwiebel
  • eine Knoblauchzehe
  • 3 EL Öl
  • 150ml Wasser
  • 2 TL Gemüsebrühe-Pulver
  • 30ml Sojasoße
  • 1 EL Tomatenmark
  • 1 EL Senf
  • 1 TL Zucker
  • Pfeffer
  • 1/2 TL Muskat
  • jeweils 1 TL Majoran, Koriander, Thymian (und/oder andere Kräuter)

 

Für den Kochsud:

  • einen Bund Suppengemüse
  • eine Zwiebel
  • 2 EL Öl
  • 1 EL Zucker
  • 400ml Rotwein
  • 100ml Essig
  • 1 Liter kräftige Gemüsebrühe
  • Pfeffer
  • 12 Nelken, 10 Wacholderbeeren, 10 Pimentkörner (oder ein Päckchen Sauerbraten-Gewürz)
  • 2 Lorbeerblätter

 

Für die Soße:

  • einen Soßenkuchen
  • 200ml vegane Sahne, ungesüßt
  • Salz und Pfeffer zum Abschmecken

  • Vorbereitungszeit etwa 45 min 
  • Kochzeit etwa 2 Stunden

 

  • ergibt 4 große Portionen 
  • ca. 720 kcal pro Portion


Und so funktioniert´s:

 

Tag 1

 

Stelle alle Zutaten bereit, die du für den Seitanbraten benötigst.

 

Seitan fix, auch Weizeneiweiß oder Weizengluten genannt, findest du in Supermärkten bei den Backzutaten oder auch in allen veganen Onlineshops. Daraus lassen sich allerlei Fleisch-Imitate zaubern und wenn man einmal damit gearbeitet hat und den Dreh raus hat, kann man durch Austauschen der Gewürze allerhand verschiedene Gerichte zaubern indem man den Seitan einfach in die gewünschte Form bringt.

 

 

Schneide die Zwiebel und den Knoblauch klein und brate sie in dem Öl scharf an. Lasse das Gemüse dabei kräftig Farbe bekommen, die Röstaromen die dabei entstehen machen den Braten später extra lecker.

 

Gebe nun das Tomatenmark und den Zucker hinzu und lasse das Ganze nochmals für eine Minute anrösten. Nun kannst du alle restlichen Zutaten hinzu geben. Lasse das Gemisch einmal kurz aufkochen, nehme dann die Pfanne vom Herd.

 

Mixe die Mischung nun in deinem Mixer oder mit dem Mixstab solange, bis eine geschmeidige Masse ensteht. Du solltest jetzt etwa 350ml kräftige, würzige Flüssigkeit haben.

 

 

Wiege das Seitanpulver ab und gebe es in eine große Schüssel. 

 

Gebe die gerade hergestellte, noch warme Masse zum Seitan und vermische das Ganze mit einer Gabel.

 

Sobald ein kompakter Teig entstanden ist, kannst du den Teig aus der Schüssel nehmen und ihn auf der Arbeitsplatte nochmals kräftig von Hand durchkneten. 

 

Forme dann ein Bratenstück und stelle es auf die Seite. Dein Seitanbraten sollte nun für mindestens 20min ruhen.

 

 

In der Zwischenzeit setzt du den Kochsud an.

 

Schneide das Suppengrün in grobe Würfel und brate es in einem großen Topf, in den du das Öl gegeben hast, scharf an. 

 

Gebe den Zucker zum Gemüse und lasse ihn für etwa zwei Minuten karamellisieren. 

 

Nun kannst du alle Gewürze, den Wein, den Essig und die kräftige Gemüsebrühe hinzu geben. Lasse den Sud aufkochen.

 

Lege jetzt deinen Seitanbraten in den Kochsud und schalte deinen Herd auf geringe Hitze, sodass der Sud nur noch leise köchelt. Lasse deinen Braten für 1,5 Stunden in der Brühe kochen. Drehe ihn in dieser Zeit 2-3 Mal um. 

 

Nach der Kochzeit sollte sich dein Braten fast verdoppelt haben. Schalte die Herdplatte nun aus und lasse den Topf einfach auf der Herdplatte stehen, sodass er langsam abkühlt.

Gebe dem Braten nun einen Tag Zeit durchzuziehen und den leckeren Sauerbraten-Geschmack zu entfalten. Du kannst den Braten auch zwei Tage ziehen lassen, stelle ihn dazu einfach nach dem Abkühlen in den Kühlschrank. 

 

Falls es schnell gehen muss, kannst du den veganen Sauerbraten auch direkt weiterverarbeiten. Für den vollen, intensiven Sauerbraten-Geschmack empfehlen wir jedoch die Weiterverarbeitung am Folgetag. 

 

 

Tag 2

 

Koche den Braten im Sud kräftig auf und lasse das Ganze für etwa 10min kochen, sodass der Seitanbraten auch innen heiß wird.

 

Nehme nun den Seitan aus dem Sud und stelle ihn beiseite. 

 

Gebe den Sud in ein feinmaschiges Sieb und drücke das Gemüse über einem Topf mit einer Schöpfkelle kräftig aus, sodass du möglichst viel von dem wertvollen Kochsud auffangen kannst. 

 

 

Rühre nun den Soßenkuchen an. Diese sind fast immer vegan und man findet sie in Supermärkten meist bei Artikeln wie Soßenbindern und Co.

 

Vegane Sahne findest du inzwischen ebenfalls in jedem Supermarkt. Achte lediglich darauf, dass es sich um ungesüßte Sahne handelt.

 

Teile den Soßenkuchen in kleine Stücke und gebe ihn zusammen mit der Sahne in eine Schüssel. Lasse ihn einige Minuten aufweichen und verrühre das Gemisch bis sich der Kuchen vollständig aufgelöst hat. 

 

Gebe etwas von dem Kochsud zu der Mischung, das erleichtert das Auflösen des Soßenlebkuchens. Sollten noch Stückchen in der Mischung sein, gebe sie in ein feinmaschiges Sieb und drücke die Stückchen durch die Maschen, oder mixe das Ganze mit dem Mixstab zu einer glatten Masse.

 

 

Das Soßenkuchen-Sahne-Gemisch gibst du nun zu dem aufgefangenen Kochsud. Lasse die Soße ein letztes Mal aufkochen, sodass sich alle Zutaten zu einer cremiger Soße verbinden. Schmecke die Soße mit Salz und Pfeffer ab und schneide den Braten in Scheiben. Sollte er zwischenzeitlich zu sehr ausgekühlt sein, erwärme ihn einfach in der Soße. 

 

Wir haben unseren Sauerbraten mit selbstgemachtem Apfelrotkohl (hier geht´s zum Rezept) und fertigen veganen Spätzle der Marke Settele serviert. Kartoffelknödel oder unsere hausgemachten Brezenknödel (hier geht´s zum Rezept) passen ebenfalls super dazu. 

 

 

Wir wünschen Dir viel Spaß beim Kochen und anschließenden Genießen! 

 

Du hast noch eine Frage zum Rezept? Dir ist während des Kochens etwas aufgefallen? Du willst über deine Erfahrung mit diesem Rezept berichten?

 

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Kommentare: 7
  • #1

    Sandy (Samstag, 09 Dezember 2017 15:38)

    Oh mein Gott! Das sieht so gut aus! Danke für das Rezept!!

  • #2

    Haike (Samstag, 09 Dezember 2017 16:29)

    Das Rezept wird nächste Tage direkt ausprobiert, sieht klasse aus :) Danke schon mal!

  • #3

    Anna (Samstag, 09 Dezember 2017 22:02)

    Ich werde mal ausprobieren, sieht super lecker aus

  • #4

    Saskia (Montag, 11 Dezember 2017 21:24)

    Ich bekomme hier leider nirgendwo Soßenkuchen. Gibt es eine Möglichkeit diesen zu ersetzen? Möchte den Braten auf jeden Fall zu Weihnachten für meine Familie machen.

  • #5

    Tami (Dienstag, 12 Dezember 2017 17:28)

    Liebe Saskia, der Soßenkuchen dient zur Bindung du kannst die Soße aber natürlich auch einfach mit Soßenbinder binden. Das ist überhaupt kein Problem!
    Wir hoffen dir und deiner Familie wird der Sauerbraten genauso gut schmecken wie uns! <3

  • #6

    Astrid (Donnerstag, 21 Dezember 2017 17:02)

    Hallo :-) könnte man den Braten am 2.Tag auch noch etwas anbraten, damit er eine Kruste bekommt? LG

  • #7

    Tami (Donnerstag, 21 Dezember 2017 17:07)

    Hallo Astrid, das funktioniert ganz wunderbar. Wir empfehlen dir, dazu den Braten nicht in der fertigen Soße zu lagern, sondern ihn nach dem Aufkochen im Sud etwas trocken zu tupfen und ihn dann in Öl einfach von allen Seiten anzubraten und separat zur Soße zu servieren. Wer es extra knusprig mag, kann den Braten auch erst in Scheiben schneiden und diese dann anbraten. (So haben wir die Reste am Folgetag zubereitet und es war super lecker)

    Viel Freude beim Ausprobieren und Genießen! <3